29.Sep 2014  |  Email   Twitter   Facebook
Agiles Projektmanagement mit Scrum (Top 5 Fehler)

Agiles Projektmanagement mit Scrum (Top 5 Fehler)

Die Top 5 Fehler bei der Scrum Einführung

1. Falsche Erwartungshaltung

Folgende Erwartungshaltungen findet man oft in den Köpfen der Entscheider:
- Mit Scrum geht alles schneller und kostengünstiger (Motivation Kostensenkung) ???
- Mit Scrum entfällt die Projektplanung und die Anforderungen können jederzeit geändert werden ???
- Mit Scrum bekomme ich die totale Kontrolle über alle Tätigkeiten meiner Mitarbeiter (Motivation Kontrollwerkzeug) ???
Diese Punkte unterscheiden sich häufig sehr stark von den eigentlichen agilen Werten & Prinzipien. 
Scrum soll die Teamarbeit verbessern, mehr Transparenz schaffen, selbst-Organisation fördern und Wissensinseln auflösen. Durch Retrospektiven wird die Weiterentwicklung der Teams sichergestellt. Eine gute Teamarbeit verbessert die Qualität der Ergebnisse. Diese Ziele können nur mit zusätzlichem Zeitinvest erreicht werden.

2. Unzureichend besetzte Team-Rollen

Insbesondere die Rolle des Scrum Master und des Product Owners haben großen Einfluss darauf ob der Scrum Prozess am Ende auch funktioniert. In vielen Fällen wird die Rolle des Scrum Masters und des Produkt Owners unterschätzt. Daher werden die Rollen oft nicht mit dedizierten Personen besetzt oder es fehlt an der erforderlichen Qualifikation.

3. Unzureichende Planung

Schlechtes agiles Requirements Engineering. Schlechte Qualität der Stories. Die Stories sind oft nicht klar beschrieben oder unvollständig. In Stories fehlen die "Definition of Done" (DoD) oder die Acceptance Kriterien. Es wird keinen Puffer für unplanmäßige Tasks wie Abstimmungsmeetings, Support oder Hotfixes geplant (80:20% Regel).

4. Fehlende Disziplin

Kein Timeboxing im Planning und in Teammeetings. Unzureichende Moderation durch den Scrum Master. Das Backlog des laufenden Entwicklungssprints ist nicht stabil. Im laufenden Sprint kommen mehrfach neue Stories dazu oder vorhandene werden abgeändert. Das Team kann nicht ungestört arbeiten. Teams sind nicht stabil und werden in der Projektphase öfters umgestellt. Das Team fällt zurück in alte Muster z.B. das Erledigen von Tasks durch Zuruf.

5. Auslassen von wichtigen Prozessschritten

Zu Scrum gehören folgende Basisprozessschritte: Refining, Planning, Daily Standup, Implementation, Review und Retrospektive. Diese Prozessschritte sind essentiell wichtig für das Funktionieren von Scrum und können nicht willkürlich ausgelassen werden. Lediglich das Grooming und die Retrospektive können je nach Anforderung auch mal ausgelassen werden. Das heißt jedoch nicht, dass diese Prozessschritte nicht benötigt werden. Insbesondere die Retrospektive sorgt dafür aus den vergangenen Erfahrungen zu lernen und sowohl den Arbeitsablauf als auch das Produkt zu verbessern.


Tags: Agiles Projektmanagement  Scrum